(13) Auf nach Melbourne.

02.02.2009

In der Nähe von Melbourne im Yarra Valley gibt es Arbeit auf einer Weinfarm! Super, ich wollte sowieso weiter… Sydney kenne ich ja schon. Also hab ich mir zwei Mitfahrer gesucht, diesmal sind es zufälligerweise zwei Deutsche geworden (Steffen und Miriam), und bin wieder los mit meiner `Brave Bess´. Coastal way to Melbourne. Stopps an der schönen, weil felsigen Südküste in New South Wales, die immer wieder Platz für schöne, zurückgelegene Sandstrände freigibt, waren Wollongong, Kiama und Jervis Bay. Bei bestem Wetter haben wir die Wellen bezwungen, einen Blowhole bewundert und im Nationalpark auf dem BBQ-Platz gecampt. Letzt genannter Ort hat einen wunderbar weissen Sandstrand, an dem wir morgens wunderbar den Tag beginnen lassen konnten. Steffen hat mit seiner Gitarre ein Ständchen dazu beigetragen. Und das konnte er ziemlich gut, muss ich sagen. Weiter haben wir einen Chinatempel gefunden, den wir erst einmal bestaunt haben.

Nächster Zielort hieß Batemans Bay, von dem aus wir an der Küstenstrasse nach Broulee fuhren, einem vermeindlich guten Surfspot. Dies stellte sich zwar so nicht heraus, dafür war es ein schöner, felsiger Ort, an dem wir mit der Brandung nebenbei ein schönes Sandwich-Break machen konnten. Ok, für den Abend brauchten wir noch einen geeigneten Schlafplatz, der günstig und in der Nähe war. Diesen machten wir in dem Ort Candelo etwas weiter im Inland aus. Aber auch hier stellte sich heraus, dass es an dem nicht war. Es gab diesen Rastplatz einfach nicht mehr. Als Alternative suchten wir uns wieder einmal einen BBQ-Platz neben der Hauptstrasse im Ort als unser nächtliches Lager. Die grosse Überraschung kam am nächsten Morgen. Da waren wir dann Teil eines Flomarktes, der (es war Sonntag) an diesem Tag recht früh begann. Auch schön! Auf einem Flomarkt war ich sowieso schon lange nicht mehr. Da haben wir uns dann erst einmal mit frischem Brot, Kuchen, Obst u.a. eingedeckt. Steffen hatte sich eine Mundharmonika gekauft.

Von dort sind wir über Bega, der Käsehauptstadt hier in Aussiland, straight nach Mallacoota im State Victoria gefahren. Sehr verlassene Gegend dort. Alles Naturschutzgebiet, soll heissen, viel Wald. Und mittendrin verschiedene Campingplätze und Ferienorte. Durch Tipps von einer freundlichen, alten Dame (mit Bart) in der Tourismus-Info, die wohl ehrenamtlich den ganzen Tag dort in einem kl. Holzcontainer hockt und sich über jeden Besucher freut, erfuhren wir, dass es in der Gegend viele Kängeruhs und auch Koalas zu sehen gäbe! Erst genannte fanden wir recht fix auf einem nahen Golfplatz. Golfer und Tierchen kommen da wohl gezwungenermaßen miteinander aus. Den Koala, den wir am Ende entdeckten, fanden wir hoch oben auf einem (natürlich) Eukalyptusbaum ein paar Kilometer weiter am `Double Creek Nature Trail´. Super! Der erste freilebende Koala, den ich gesehen habe!!! War aber nur einer der recht seltenen Viecher. Das sollte sich in Lakes Entrance, einem Ort weiter westlich ändern. Dort gibt es eine Insel, auf der eine ganze Menge der possierlichen Tierchen lebt. Von denen haben wir dort auch einige finden können.

An der Ninety Mile Beach in der Nähe wollten wir danach noch einmal surfen gehen. Hierzu war aber das Wetter zu schlecht. Allgemein muss man sagen, dass hier in Victoria das Wetter recht schnell umschlagen kann, von sehr heiss und 45 Grad zu kühler und 25 Grad. Der Beach hätte mit seinen Dünen aber auch bei uns an der Nordsee oder in Dänemark sein können.

Wilsons Promotory war der nächste Anlaufpunkt. Wohl der lohnendste Fleck auf unserer Reise. Echt schön dort! Ebenfalls ein Nationalpark und südlichster Punkt des australischen Festlands. Wandern durch den Busch, bzw. die Wälder war dort angesagt. Anders erreicht man die Lookouts nicht, von denen man die ganze Küste überblicken kann. Also, Rucksäcke gepackt und rauf auf´n Felsen, um dort ein Picknick in luftiger Höhe zu genießen… und danach wieder runter zu stiefeln und straight für eine Abkühlung ins Meer zu hüpfen! Juhu! Dort hätte ich auch noch länger bleiben können, aber wir wollten weiter und hatten nur einen Tagespaß.

Also fuhren wir weiter nach Phillip Island kurz (ca. 150km) vor Melbourne. Ferieninsel für die `gestressten´ Großstädter… Aber sehr guter Surfstandort (Woolamai Beach) und einmalige Pinguin Station!!! Die mussten wir besuchen. `Penguin Parade´ nannte sich das Geschehen. Einfach gesagt, sind dort einige Tausend Nester unter Nationalschutz und man bekommt die Möglichkeit die Little Penguins abends dabei zu beobachten, wie sie in Gruppen aus dem Wasser kommen und zu ihrem `zu Hause´ zurückwatscheln. Schon toll, wenn die Niedlichen Tierchen nur ca. 3-4m vor einem herlaufen…!!!

Tja, am nächsten Tag sind wir dann hier nach Melbourne reingefahren… Aber das wird die nächste Story.

Bis dann.

 

Der Timö ;)

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